Vom Bahnhof Possenhofen-Pöcking

Im Bahnhofsgebäude: Museum mit Reminiszenzen an König Ludwig II. und die österreichische Kaiserin Elisabeth, die Gegenstand einer „platonischen“ Liebe des Bayernmonarchen war (ihre Familie bewohnte das am See gelegene herzogliche Schloss) sowie ein historischer, derzeit nicht zugänglicher Empfangsraum für die Familie des einstigen Herzogs. Toiletten im Museum und (gegen Gebühr) beim Bewirtungs- und Zeitungskiosk.

Abstieg in Richtung See (Wegweiser „Jugendherberge“), Überquerung der Staatsstraße Starnberg-Feldafing-Tutzing, weiter in Richtung „Badestrand“ bzw. „Jugendherberge“. Vorbei an dem ehrwürdigen und inzwischen stillgelegten Gasthof Schauer und an der im 19. Jahrhundert vom Herzogshaus gestifteten Fischerkapelle (nachdem der ursprüngliche Bau aus dem 17. Jahrhundert ein Stück zur Seite gerückt werden musste, um Platz für die als Schloss-Zufahrt dienende Straße zu machen). Vorbei auch – nach einer weiten Rechtskurve – an einem großen Zweckbau des Schlosses aus dem 19. Jahrhundert und in Richtung See sowie zur Bootslände der Seenschifffahrt: Großartiger Ausblick auf die östliche Seeseite sowie auf die kleine Roseninsel und (bei Föhn) auf das Gebirge. Viele Wasservögel.

Zurück über den Steg zur Possenhofener Ortsstraße, vorbei an der Hütte des Kunstmalers „Sepp“. Gleich rechts abbiegen – hinein in einen Buchenhain, der Teil des alten Lenné-Parks ist, den der bayerische König Maximilian Josef anlegen ließ. Durch den Hain auf das eigentliche Herzogsschloss zu (Privatbesitz, siehe unter „Schloss Possenhofen“). Am Gitterzaun vorbei in nördlicher Richtung weiter am See-Ufer entlang zu einem von Eichen bestandenen Platz mit Bänken. Blickt man nach schräg links, kann man die Stelle auf der anderen Seeseite sehen, wo Ludwig II. zusammen mit seinem Psychiater A. von Gudden im See ertrank (eine Erinnerungskapelle ragt etwas nordöstlich aus dem Wald empor).

In Ufernähe Richtung Norden ist durch die Bäume der moderne Bau der Jugendherberge zu sehen. Nach links durch (offizielle) Zaunöffnungen landeinwärts an der Schloss-Zufahrt vorbei. Die Jugendherberge bleibt rechts liegen. Nun an der eher reizlosen Schlosskapelle vorüber, deren altes Altarbild aus der Herzogszeit sich gegenwärtig in Restauration befindet. Zurück auf der Ortsstraße schließt sich der Rundgang.

Wer länger laufen möchte, geht wieder links an der Bootswerft vorbei sowie am Gasthof „Schiffsglocke“ (mit Wirtsgarten) in Richtung Süden. Linker Hand auffallende Villen aus der so genannten guten alten Zeit, darunter ein 1908 für den Advokaten Gaston Mog im modernistischen Stil erbautes wuchtiges und mehrfach erweitertes Prachtgebäude, rechts ein Lagerplatz für Boote der Werft der Firma Glas. Weiter in Seenähe durch den Park zu einem vorwiegend von Seglern genutzten Ortsteil mit dem Hotel Forsthaus am See, dessen spektakulärer Ausblick aufs Wasser für den Gartenbetrieb genutzt wird. Vorbei nun an einem weiteren Wirtshaus – dem auf Sommerbetrieb eingestellten „Strandbad“ – zur Plätten-Fähre, die zur nahen Roseninsel führt.

Zurück zum Bahnhof Feldafing oder zum Bahnhof Possenhofen (jeweils ca. 2 Kilometer).

Wegstrecke: Um das Schloss Possenhofen und weiter nach Süden bis zum „Forsthaus“ sowie zurück zum Bahnhof. Parkmöglichkeiten: Am Bahnhof (beide Seiten) oder in Possenhofen. Wanderweg: ca. 5 km.

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